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AnmerkungenA1 - Die große eBook-Bibliothek der Weltliteratur

Anmerkungen

A1

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1 ... Purcardus autem, dux Suevorum, Sueviam quasi tyrannice regens. Ekkehardi IV. casus S. Galli cap. 3 bei Pertz Monumenta Germaniae historica II. 104. hic cum esset bellator intolerabilis. Witukind lib. I, c. 27.

 

2 ... cum jam esset decrepitus. Ekkeh. casus S. Galli cap. 10.

 

3 Hadawiga, Henrici ducis filia, Suevorum post Purchardum virum dux vidua, cum Duellio habitaret, femina admodum quidem pulchra, nimiae severitatis cum esset suis, longe lateque terris errat terribilis. Ekkeh. casus S. Galli cap. 10 bei Pertz II, 122.

 

4 camisia clizana, pallium canum vel sapphirinum. Das Kostüm der Vornehmen war mannigfacher Veränderung durch die Mode unterworfen. Zu Karl des Großen Zeiten trug man an den Füßen Schuhe, um die Beine hohe, kamaschenartig zugeschnürte Binden, ein hemdartig linnenes Unterkleid und ein wollenes Oberkleid oder einen langen, von den Schultern bis zu den Absätzen reichenden Mantel, der durch Ausschnitt an den Seiten den Armen freie Bewegung ließ. Der lange Mantel wurde aber bald gegen einen kürzeren vertauscht, der sich indes auch nicht als zweckmäßig bewährte. Vergl. des monachus San Gallensis gesta Karoli M. lib. I, c. 34 bei Pertz Mon. II, 747. Den Miniaturbildern sanktgallischer Handschriften, z.B. des psalterium aureum, ist mannigfacher Aufschluß über gleichzeitige Trachten zu entnehmen.

 

5 Wehrgeld – nach mittelalterlichem Strafrecht, wonach fast alle Vergehen und Verbrechen mit Geld zu sühnen waren, ist ein dem Verletzten zu persönlicher Genugtuung, Buße (Wette, fredum), ein zur Sühne des gestörten Friedens dem Volk, später dem Landesherrn zu entrichtendes Strafgeld. Die alten Volksrechte verzeichnen auch bei allen Gattungen von Tieren sorgfältig deren Wehrgeld, das im Fall von Tötung oder Beschädigung der Eigentümer zu erheben hatte. Wenn übrigens der Schaden mehr durch Zufall zugefügt wurde, lag kein Friedbruch vor, und es würde Herrn Spazzo sehr schwer gefallen sein, die Verurteilung des für seinen Wolfshund verantwortlichen Herrn von Fridingen zu einer Buße durchzusetzen.

 

6 Brautwerbungen zwischen dem byzantinischen Hofe und den deutschen Großen kamen in dieser Zeit wiederholt und wechselseitig vor. Oft wurden deutsche Bischöfe in solcher Mission nach Konstantinopel gesendet, z.B. Bernward von Würzburg für Kaiser Otto III., Werner von Straßburg für den Sohn Kaiser Konrads II. In einer Notiz des sanktgallischen liber benedictionum wird es sehr getadelt, daß die vornehme Männerwelt sich mit Hintansetzung der deutschen Töchter Frauen aus Italien und Griechenland holte. Die Vorliebe der deutschen Herren für byzantinische Damen begreift sich aber nach den Schilderungen derer, die Augenzeugen des neuen Tones und der liebenswürdigen Geselligkeit waren, welche durch Otto II. griechische Gemahlin Theophano an dem deutschen Kaiserhof eingeführt wurden. Sogar der ernsthafte Scholastiker Gerbert, nachmals Papst Sylvester II., sah sich veranlaßt, dem Zauber byzantinischer Frauensitte seine Anerkennung auszusprechen. »Da mir diese gemütlichen Gesichter«, sagt er, »diese sokratischen Unterhaltungen entgegenkamen, vergaß ich allen Kummer und mich schmerzte nicht mehr der Gedanke meiner Auswanderung.«

 

7 Einheimische Vögel, künstlich abgerichtet, nahmen in den Salons jener Tage die Stelle ein, die heute den Papageien zukommt. Im Fragment VIII des lateinischen Gedichts Ruodlieb wird sehr idyllisch erzählt von solch wundersam zahmen Staren, die es verstehen, ihr Futter selbst zu verlangen, und gelehrt sind:

 

»Nostratim fari ›Pater‹ et ›noster‹ recitare

Usque ›qui es in coelis‹ lis, lis, lis triplicatis.«

 

S. Grimm und Schmeller, Latein. Gedichte des X. u. XI. Jahrhunderts, p. 174 u. 212.

 

8 Haec quondam parvula, Constantino Graeco regi cum esset desponsata, per eunuchos eius ad hoc missos literis graecis adprime est erudita, sed cum imaginem virginis pictor eunuchus domino mittendam uti simillime depingeret, sollicite eam inspiceret, ipsa nuptias exosa os divaricabat et oculos, sicque Graeco pervicaciter repudiato, literis post latinis studentem Purchart illam dux multipliciter dotatam duxit usw. Ekkeh. casus S. Galli c. 10 bei Pertz Monum. II, 123.

 

9 ... seu serpentes capitatae, oscula quae sibi dant. Ruodlieb, fragm. III, 335. –

 

10 Rorschach wird oftmals erwähnt als Durchgangspunkt für die nach Italien Reisenden. Das Gotteshaus Sankt Gallen übte »von des Reichs wegen« die Vogtei darüber. S. Öffnung zu Rorschach v. 1469 bei Grimm, Weistümer I, 233. Diplome sächsischer Kaiser bestätigen den Äbten von Sankt Gallen das Markt-, Münz- und Zollrecht daselbst. S. Ildefons v. Arx, Geschichte des Kantons Sankt Gallen I, 221.

 

11 ... et clamativo illum cantu salutant: Heil herro! Heil liebo! et caetera. Ekkeh. casus S. Galli bei Pertz Mon. II, 87.

 

12 silvarum avidus. Vita S. Galli.

 

13 de natione Scotorum, quibus consuetudo peregrinandi jam paene in naturam conversa. Walafrid Strabo in der vita S. Galli lib. II. cap. 47 bei Pertz Monum. II, 30.

 

14 »Ascopam i.e. flasconem similis utri de coriis facta, sicut solent Scottones habere.« Glosse einer sanktgall. Handschrift des neunten Jahrhunderts bei Hattemer, Denkmale des Mittelalters. Sankt Gallens altdeutsche Sprachschätze. Bd. I, 237.

 

15 Und jetzt allerdings, rückblickend auf das wenige Gute, was die Nachwelt der Sorge wohlmeinender Vorfahren zu verdanken hat, mag man einstimmen in das Lob, das Herder s.Z. in seinem leider etwas hölzernen Poem »Die Fremdlinge« jenen frommen Wandersmännern erteilt:

 

»Die scotice mit altem Bardenfleiß

Die Bücher schrieben und bewahreten.«

 

16 Regula S. Benedicti cap. 48. – Accepit solitus fratres postt prandia somnus. Annales. S. Gallenses majores bei Pertz Monum. I, 81.

 

17 ... in conclavi vase quodam argenteo mire figurato ad aquam inferendam utebatur. Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 1 bei Pertz Mon II, 88.

 

18 Recalvaster est, qui in anteriori parte capitis duo calvitia habet medietate inter illa habente pilos, ut est Craloh abbas et Wikram. Glosse einer sanktgallischen Handschrift zum Buch Leviticus bei Hattemer, Denkmale etc. I, 240.

 

19 ... more hirundinis.

 

20 erat senatus reipublicae nostrae tunc quidem sanctissimus. Ekkeh. IV. casus S. Galli, c. 1 bei Pertz Mon. II, 80.

 

21 enimvero hi tres, quamvis votis essent unicordes, natura tamen, ut fit, erant dissimiles. S. die rührende Schilderung der drei engverbundenen klösterlichen Freunde in Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 3. Pertz Monum. II, 94 u. ff., wo auch der böse Sindolt, ihr Widersacher, des Näheren gezeichnet ist. Ratpert ist auch der Verfasser des Lobgesangs auf den heiligen Gallus in deutscher Sprache, von dessen Bedeutsamkeit die lateinische Übertragung Zeugnis gibt, die wir noch besitzen. Hattemer, Denkmale etc. I, 337. Das von Tutilo als Deckelplatten für eine Evangelienhandschrift geschnitzte Diptychon wird in der sanktgallischen Stiftsbibliothek aufbewahrt. Man bevorzugte bei kirchlichem Schmuck das Elfenbein, da der Elefant nach einem Ausdruck Notker Labeos in seiner Psalmenübersetzung für ein »keusches Vieh« (chiûsche fiêo) galt. Hattemer, Denkmale etc. II, 159.

 

22 »Den ganzen Kreis des Wissens am Schluß des 9ten Jahrhunderts vergegenwärtigt uns das in Sankt Gallen aus der Schule Isos hervorgegangene, gemeiniglich nach dem Abtbischof Salomo III. von Konstanz genannte enzyklopädische Wörterbuch (glossae Salomonis) in lateinischer Sprache.« Es gibt zwar manches aus dem Schatze der alten Lexikographen, namentlich aus Isidorus, wörtlich wieder, enthält aber doch auch viele Eigentümlichkeiten zur Erläuterung damaliger Weltansichten und Verhältnisse und führt dabei die Mangelhaftigkeit der damaligen Kenntnisse und Begriffsbestimmungen vor Augen. Stälin, Wirtemberg. Geschichte, Bd. I, p. 405. Die von Sindolt erwähnte Glosse lautet: Rabulum = thincman. qui semper vult ad unam quamque rem disputare. Sicut Ratolt facit. Es war nicht ungewöhnlich, daß die von ihrer Ordensregel so vielfach zum Schweigen veranlaßten Mönche einem verhaltenen Groll durch Einträge in die Handschriften und Bücher Luft machten. So ist auf dem letzten Blatt des Codex 176 ein großes Geschirr abgebildet, daneben mehrere gröbliche Hexameter wider den Klostergeistlichen Grimoald geschrieben sind, z.B.:

 

»Grimoald, fällt es dir bei, aus diesem Kruge zu schöpfen,

Möge sein Inhalt sofort sich in Säure des Essigs verwandeln

Und ein unendlicher Husten samt brennendem Durst dir beschert sein!«

 

Vergl. Hattemer, Denkmale I, 412. Die Schmähverse des Schotten Dubduin sind mitgeteilt bei Ildefons v. Arx, Berichtigungen und Zusätze zur Geschichte des Kantons Sankt Gallen, p. 20, not. d.

 

23 Über Sintram, den fleißigen Schreibekünstler, vergl. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. I, bei Pertz Monum. II, 89.

 

24 Eine ganz ähnliche Kur mit Umschlag einer frisch abgezogenen Wolfshaut und Einreibung des Gehirns eines indischen Fisches schlägt in dem seltsamen lateinischen Gedicht Ecbasis captivi v. 495 u. ff. der Fuchs dem kranken König Löwen zur Stillung des Fiebers vor. S. Grimm und Schmeller, Latein. Gedichte des X. Jahrh., p. 259.

 

25 mulieres ille et mala arborum naturali sibi quodam odio adeo execratus est, ut, ubi in itinere utrumvis inveniret, mansionem facere nollet. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 4 bei Pertz Mon. II, 104.

 

26 S.J.v. Arx, Berichtigungen und Zusätze etc., p. 26.

 

27 S. vita Wiboradae, auctore Hartmanno in den acta Sanctorum. Mai. tom. I, p. 288.

 

28 Et quoniam hic locum aptum puto de Ekkehardo... rem arduam aggredior; quoniam cum tales viri aut nulli aut nunc rarissimi sint, discredi mihi vereor. Erat hic facie adeo decorus, ut inspicientes, sicut Josephus de Moyse scribit, gratia sui detineret. Statura procerus, forti assimilas, equaliter grossus, oculis fulgurosus; ut quidam ad Augustum ait: Quia fulmen oculorum tuorum ferre non possum. Sapientia et eloquentia, maxime autem consiliis, nemini id temporis postponendus. In aetate florida gloriae, ut talis facturae vir, humilitate proximior, sed postea non ita; quia disciplina, cum qua nihil unquam participii superbia habuit, in ipso erat spectaculo digna. Doctor prosper et asper. Nam cum apud S. Gallum ambas scolas suas teneret, nemo praeter exiles pusiones quicquam alteri nisi latine ausus est proloqui etc. Ekkeh. IV casus S. Galli c. 10 bei Pertz Monum. II, 122.

 

29 ... saepe juniori Dominus revelat, quod melius est! Regula S. Benedicti c. 3.

 

30 ... melius claudicare reges quam regna.

 

31 Nemini unquam, ait, Benedicti cuculla decentius insederat! Ekkeh. casus S. Galli c. 10.

 

32 Sankt Gallen war wegen der genauen Beobachtung klösterlicher Ordnung und dem tugendhaften Lebenswandel seiner Glieder besonders gerühmt. Daher galt es für eine große Ehre, in die Zahl der Verbrüderten – fratres conscripti – aufgenommen zu werden, zumal da man so das Verdienst frommer Übungen erwarb, ohne sie doch wirklich mitzumachen. Manche ließen sich deswegen vieles kosten. Das Verzeichnis der fratres conscripti ist noch vorhanden. Es stehen darin Kaiser, Könige von Deutschland, England, Frankreich, Prinzessinnen, Bischöfe und Grafen. Ildef. v. Arx, Geschichte des Kantons Sankt Gallen I, 181.

 

33 Vidi egomet comites aliosque potentes, loci quoque milites, festis diebus crucem nobiscum sequendo, juvenes et senes quosdam ad cingulum barbatos monachicis indutos roccis nobiscum, quaqua ivimus, ingredi. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 16.

 

34 ... wil er zu nacht aber da buliben, so soll ieklich schuppose, die in den hof hoeret, geben ein hun usw. Grimm, Weistümer I, 1.

 

35 ... canem seucem, quem »leitihund« vocant ... seucem, qui in ligamine vestigium tenet, quem »spurihunt« dicunt ... Canem, quem »bibarhunt« vocant, qui sub terra venatur. Lex Baiuvarior. tit. 19 de canibus. S. auch Lex Alamannor. tit. 83 de canibus.

 

36 »Der heber gât inlîtun

er trégit sper insîtun

sîn báld éllin

ne lâzet in uéllin.

Imo sint fûoze

fûodermâze,

imo sint búrste

ébenhô fórste.

únde zéne sîne

zvvélifélnîge.«

 

Dies ehrwürdig alte Volkslied, das anscheinend entweder aus des Romeias Jagdgeschichte entstand, oder von ihm seiner Jagdgeschichte zugrunde gelegt ward, ist der Nachwelt erhalten durch die sanktgallische (vielleicht Notkersche) Abhandlung über die Rhetorik, allwo es als geeignetes Beispiel hyperbolischer Redeweise (nam plus dicitur, sed minus intelligitur) aufgeführt wird. Vergl. Hattemer, Denkmale etc., Bd. III, p. 577.

 

37 S. Vita S. Galli bei Pertz Monum. II, 9.

 

38 Regula S. Benedicti, cap. 1.

 

39 In rauhen Zeiten sucht der Mensch seinem Gott auch in rauher Form zu dienen. Das Klausnertum sagte damals weltabgewandten Gemütern zu, und Beispiele von solchen, die über zwanzig und dreißig Jahre lang solch eine freiwillig auferlegte Einzelhaft trugen, beweisen, daß das physische Leben durch einen starken, vom Glauben, etwas Verdienstliches zu tun, beseelten Willen lang gefristet werden kann. In der Handschrift der sanktgallischen annales maiores ist ein Abbild des Priester Hartker enthalten, eine unterwürfige, krummgebeugte, demütig kasteite Gestalt in faltigem Mönchsgewand mit großer Tonsur und der Überschrift: Hartkerus reclusus. S. Pertz Monum. I, 72. Diesem ist im liber benedictionum folgender Nachruf gewidmet:

 

»Wer hat ein härteres Los als Hartker, der Klausner, getragen,

Der in beengender Haft sich dreißig der Jahre kasteite?

Immerdar stand er gebückt, so niedrig war die Bedachung,

Kissen des Kopfs war ein Stein. Auf diesem schlief und entschlief er,

Und in Kreuzesgestalt die mageren Arme entbreitend

Wandt' er zum Himmel den Blick und befahl dem Herrn seine Seele.«

 

S.J.v. Arx, Geschichte etc. I, 232.

Ein namhafter Reclausus früherer Zeit war der heilige Fintan († 827), der das Kloster Rheinau unweit Schaffhausen gestiftet. Ganze Nächte hindurch hörte man ihn in seiner Zelle laut beten und in den fremden Lauten seiner irischen Heimatsprache die Versuchung des bösen Feindes beschwören. S. vita S. Findani confessoris. p. 57. Über die Zeremonien beim Akt der Einschließung vgl. Martène de antiqu. ecclesiae ritib. II, 177.

 

40 Wiborad ist ein altdeutscher Name und bedeutet »Nat der Weiber«. – Zwei Mönche des Klosters Sankt Gallen, Hartmann und Hepidan, haben die Lebensgeschichte dieser durch ihren tragischen Ausgang bedeutend gewordenen Klausnerin verfaßt. Sie sind in die 2014-07-19 18:44
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