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Методическое пособие

МОСКОВСКИЙ ГОСУДАРСТВЕННЫЙ ИНСТИТУТ



МЕЖДУНАРОДНЫХ ОТНОШЕНИЙ (УНИВЕРСИТЕТ)



МИД РФ



Кафедра немецкого языка

Т.А.ЯКОВЛЕВА



МЕТОДИЧЕСКОЕ ПОСОБИЕ



К УЧЕБНОМУ ФИЛЬМУ “

BAYREUTH



Под руководством и редакцией Т.И. Бархатовой



Москва – 2003

П Р Е Д И С Л О В И Е

Методическое пособие к учебному фильму “Bayreuth” предназначено для студентов II курса МГИМО(У), а также для всех изучающих немецкий язык и интересующихся историей и культурой Германии.

Основными целями работы являются:

- знакомство обучающихся с одним из крупных культурных и исторических центров юга Германии – г. Байройтом;

- активизация и расширение лексического запаса;

- развитие навыков аудирования и говорения на иностранном языке.

Пособие состоит их двух компьютерных версий: для работы в аудитории и для самостоятельной работы. Первая версия включает в себя фильм, разбитый на эпизоды для поэтапного прохождения, скрипт, лексические комментарии и активную лексику. Вторая версия состоит из фильма, активного словаря, справочного материала и упражнений для самостоятельной работы, нацеленных на тренировку и закрепление лексики.


Работа над фильмом в аудитории начинается с пояснения лексических комментариев (в скрипте Texterläuterungen выделены курсивом). Затем, после просмотра первого эпизода, обсуждается активный словарь (в скрипте он выделен одной чертой) и реалии, которые встречаются в фильме. Вошедшие в словарь лексические единицы снабжены толкованием на немецком языке и переводом, их употребление иллюстрируется словосочетаниями и целыми предложениями. В качестве ключевого в семье слов выступает то слово, которое встречается в фильме. Для многозначных лексических единиц приводятся как уже знакомые обучающимся значения (в целях повторения), так и новые.

После вторичного просмотра эпизода обсуждается его содержание с опорой на вопросы, которыми заканчивается каждый цикл упражнений в пособии.

Обучающиеся получают задание самостоятельно проработать лексические упражнения, построенные на уже знакомом грамматическом материале и снабженные ключами. В пособии предлагаются следующие виды упражнений: подстановочные (подстановка слова или его компонента), основанные на синонимических рядах, на словообразовании в качестве домашнего задания предлагается написание подробного пересказа, или, в сильных группах, скрипта пройденного эпизода..

На втором занятии продолжается обсуждение ранее просмотренного эпизода близко к тексту и начинается работа над следующим эпизодом. После завершения работы над фильмом проводится проверка усвоения нового лексического материала при помощи контрольного перевода с русского на немецкий язык.



Bayreuth



Prunkvolle Residenzstadt und Idyll im stillen Winkel. Ein wenig provinziell und trotzdem weltberühmt. Das sind Gegensätze, die die Stadt, in der wir heute zu Gast sind, auf sehr treffende Art und Weise beschreiben – Bayreuth.

Mein Name ist Maria Matsche und ich begrüße Sie aus einer Kleinstadt in Nordbayern, die die meisten Menschen eigentlich nur mit den Wagner-Festspielen in Verbindung bringen. Um hierher zu gelangen, müssen sich Reisende in Südosten Deutschlands begeben. Im Bundesland Bayern, nah der Grenze zur Tschechischen Republik und etwa 1,5 Auto-oder Bahnstunden von Nürnberg entfernt liegt Bayreuth.

„Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten und so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten, man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.“ So schwärmte der Schriftsteller Jean Paul Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Bayreuther fühlen sich ihm und seinem Werk sehr eng verbunden. Sie haben ihm ein Denkmal gesetzt, ein Museum gebaut und sogar eine Straße nach ihm benannt. Bayreuth war und ist Kultur von Anfang an, oder um es mit dem Motto seiner 800-Jahrfeier zu sagen – Bayreuth ist Kultur immer wieder neu.

Anknüpfungspunkte an die Geschichte gibt es überall. Wie hier der Markgräfliche Brunnen vor dem neuen Schloss und er ist auch der ideale Ausgangspunkt für unsere Entdeckungsreise und steht für die Vollendung einer Zeit, die Bayreuth am nachhaltigsten geprägt hat, für das Bayreuther Rokoko.

Wer heute durch Bayreuths autofreien Stadtkern schlendert, dem offenbart sich der Reiz einer beschaulichen kleinen Stadt. Barockes Ambiente verbindet sich mit Alltagsleben. Das 18. Jahrhundert hat das Gesicht Bayreuths nachhaltig geprägt. Das ist vor allem einer Frau zu verdanken – der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth.Aufgewachsen am preußischen Hof war sie die Lieblingsschwester Friedrich des Großen. Heiratspolitik führte sie nach Bayreuth. In wenigen Jahren verwandelte sie eine langweilige Provinzstadt in eine prunkvolle Residenz. Der Geist der kunstsinnigen Markgräfin scheint noch heute in den historischen Gemäuern lebendig. Bereits kurz nach ihrer Ankunft wurde ihr der große kulturelle Unterschied zum preußischen Hof bewusst.

Wilhelmine begann Bayreuth nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Sie legte neue Gartenanlagen an, schmückte sie mit Wasserspielen und künstlichen Ruinen. Mit einem ungeheuren Schaffensdrang schuf sie Gartenanlagen, die heute noch ihresgleichen suchen. Sie rief die besten Baumeister und Künstler ihrer Zeit nach Bayreuth, um ihre Vorhaben realisieren zu lassen. Sie belebte die Räume der neuen Schlösser mit Kavalieren, Fürsten und Hofdamen. Dank Wilhelmine wurde der Bayreuther Hof zum Treffpunkt vieler Geistesgrößen der damaligen Zeit.

Wilhelmine ließ ihre Ideen nicht nur von anderen umsetzen, sie selbst war vielseitig künstlerisch begabt. Sie schrieb feinsinnige Texte, komponierte ganze Opern und sie malte Bilder wie dieses Pastell, das heute im neuen Schloss hängt. Wilhelmines Gestaltungsfreude schuf prachtvolle Anlagen, ging aber zu Lasten der Bayreuther Bevölkerung. Nur durch hohe Steuerabgaben konnte ihr verschwenderischer Lebensstil finanziert werden.

Die Oper ‚ das Prunkstück in Wilhelmines Schatzkästchen. Hier ließ sie ihre eigenen Kompositionen aufführen. Zudem war sie Intendantin und leitete eigene Inszenierungen.

Dieses Opernhaus heute so prunkvoll wie damals lockte auch den Komponisten Richard Wagner nach Bayreuth. Aus der Ferne schien es ihm der ideale Aufführungsort für seine Werke zu sein. Doch der feudale Bau entsprach dann doch nicht seiner Vorstellung. Beim Genuss seiner Werke sollte nämlich niemand durch Pomp oder Schnörkel abgelenkt sein.

Richard Wagner ist umstritten wie kein anderer deutscher Komponist. Von den einen glühend verehrt und von den anderen wehement abgelehnt .

Das Festspielhaus in Bayreuth , das Symbol für Richard Wagner und sein Werk. Richard Wagner, geboren 1813 in Leipzig , revolutionerte die Oper des 19. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Ideal war die Einheit von Musik, Dichtung und Theater. Auf der Grundlage germanischer Mythen und mittelalterlicher Dichtungen schuf er moderne Musikdramen mit philosophischem und tiefem psychologischem Gehalt. Der Wirkung seiner Musik kann sich kaum jemand entziehen. Keine Bühne der damaligen Zeit entspricht Wagners hohem künstlerischem Anspruch. Erst in Bayreuth kann er mit Unterstützung der Bürgerschaft seine Vorstellungen verwirklichen. 1874 bezieht er hier mit seiner Familie eine Villa, die er Wahnfried nennt, weil hier seine Hoffnungen endlich Erfüllung gefunden haben.

Zur gleichen Zeit beginnt er mit der Errichtung eines eigenen Festspielhauses. Dort soll das Publikum konzentriert und ohne Ablenkung der Aufführung seiner Werke während der Festspiele beiwohen können. Es wird ein Gegenentwurf zu allen bestehenden Theaterhäusern seiner Zeit. Ein schlichtes nur auf die Bedürfnisse der Kunst hin konzipiertes Festspielhaus, mit ansteigenden Sitzplätzen und versenktem Orchestergraben ohne jeden Prunk und Pomp. Am 13.08.1876 werden die ersten Festspiele eröffnet. Zum ersten Mal wird der „Ring des Nibelungen“, der Mittelpunkt von Wagners künstlerischem Schaffen, in seiner Ganzheit aufgeführt. Nach seinem Tod führt seine Frau Cosima das Erbe fort.

In der Zeit des Nationalsozialismus missbrauchen die Machthaber das germanische Sujet der Werke Wagners für ihre Ideologie. Auf dem Balkon des Festspielhauses eröffnen nun Fanfaren der SS die Festspiele. Ein Neuanfang gelingt Wagners Enkeln Wieland und Wolfgang im Jahre 1951. Sie propagieren einen radikalen Bruch mit der Aufführungstradition und beginnen die Festspiele vom ideologischen Ballast zu befreien. Nach dem Tod Wieland Wagners übernimmt sein Bruder Wolfgang die Festspielleitung. Er sorgt bis heute für immer neue zeitgemäße Interpretationen der Werke seines Großvaters.

Einmal im Jahre wird das Festspielhaus auf dem grünen Hügel zum Treffpunkt für Opernfreunde aus der ganzen Welt. Es ist mittlerweile ein Synonym für Bayreuth. Die Festspiele haben aber auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Ganzjährig arbeiten hier ca 60 Mitarbeiter und während der Proben und Aufführungszeit zusätzlich 800 andere Mitwirkende. Und Bayreuth ändert sich während der Festspiele ganz gewaltig.

Zu Saisonbeginn erwacht die Stadt gleichsam aus dem Dornröschenschlaf. Zig-Tausende Besucher strömen hierher, Hunderte von Künstlern tummeln sich im Zentrum. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Wagner ist plötzlich überall. Als Bild im Schaufenster oder als Büste in der Marzipanfabrik. Der Puls der Stadt schlägt anders, die Ökonomie blüht auf. Die rund 80000 Festspielgäste pro Jahr bringen rund 45 Millionen Mark hierher. Ein Hoch für die Konjunktur , vor allem in der Gastronomie. Jedes Hotelbett ist belegt und das zu Preisen, die nicht selten dreimal so hoch sind wie sonst. Bayreuth ohne Wagner wäre wie Champagner ohne Perle. Was Wagner ohne Bayreuth wäre, weiß man nicht. Ebenfalls gehört beides wohl für immer untrennbar zusammen.

Auch wer noch nie in Bayreuth war, hat eine Vorstellung von den Festspielen und ihren Besuchern. Reiche und Superreiche, Prominente aus Staat und Kirche, aus Sport und Showbusiness. Das Klischee – Kunst als Privileg und als ein Anlass zu Selbstvorstellung – gewiss das gibt es auch. Aber insgesamt gesehen findet hier keine Weihefeier mehr statt, sondern eine künstlerische und kunstvolle Großveranstaltung, die immer mehr auch von jungen Menschen besucht wird.

Die eigene Identität bewahren. Das ist für viele Bayreuther auch sehr wichtig. Dazu gehört auch die Pflege der vielen historischen Bauten und Anlagen. Das riesige Gelände der Ermitage mit seinen vielen Schlössern und Gärten ist dabei eine ganz besondere Herausforderung und eine teure dazu, denn auf 50 Hektar Land arbeiten ständig 30 Menschen. Altes soll erhalten werden und Neues entstehen.

Andere Städte werden eifrig besungen, für Bayreuth wirbt kein Schunkellied. Dafür ist die Stadt selber voller Musik. Mir hat es auf jeden Fall unheimlich gut gefallen. Das Flair der alten Residenz und Erinnerung an die Markgrafenzeit sind erhaltengeblieben. Aber über den schönen alten Bauten und Anlagen weht ein erfrischender Wind der neuen Zeit. Ich verabschiede mich ganz herzlich von ihm und sage: „Tschüs, bis zum nächsten Mal!“

Episode I



Teil 1



Texterläuterungen



  1. der Winkel (s, =) –

etwas abgelegene, verborgene Gegend: ein stiller, malerischer Winkel

уголок, отдаленное (укромное) место



  1. der Gegensatz (-es, -sätze) –



  1. die Festspiele


Prunkvolle Residenzstadt und Idyll im stillen Winkel. Ein wenig provinziell und trotzdem weltberühmt. Das sind Gegensätze, die die Stadt, in der wir heute zu Gast sind, auf sehr treffende Art und Weise beschreiben -

Bayreuth

*.

Mein Name ist Maria Matsche und ich begrüße Sie aus einer Kleinstadt in Nordbayern, die die meisten Menschen eigentlich nur mit den

Wagner

-Festspielen in Verbindung bringen. Um hierher zu gelangen, müssen sich Reisende in Südosten Deutschlands begeben. Im Bundesland

Bayern

, nah der Grenze zur Tschechischen Republik und etwa 1,5 Auto- oder Bahnstunden von

Nürnberg

entfernt liegt Bayreuth.

Vokabeln




  1. die Art

    (-en) –

1) angeborene Eigenart, Wesensnatur

характер, повадки

2) Verhaltensweise, Verfahrensweise, häufig in intensivierender Verbindung mit “Weise”: das ist die rechte Art und Weise

способ, манера, часто в сочетании с “Weise”

3) Gattung, Sorte: alle Arten von Tulpen

род, сорт

2.

gelangen

vi (s) –

1) (ein Ziel) erreichen: ans Ziel gelangen, in die richtigen

Hände gelangen

попадать, добраться, достигать (цель)

2) zu D.; etwas erreichen, bekommen: zu Ehre gelangen

достигать, добиваться чего-л.

3.

sich begeben

(a , e) –

an einen bestimmten Ort, irgendwohin

gehen: sich in den Garten, zu Bett, auf den Heimweg begeben

отправляться, идти

Teil

2


  • Контрольная работа
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